Was bedeutet der Jahreswechsel für euch?
Ist er der Start für neue Dinge – oder eher ein Zurückblicken auf das, was alles passiert ist?
Denkt ihr dabei an schöne Momente oder überwiegen Stress, Tränen und das „Zum Glück ist das Jahr vorbei“?
Auch wenn ich eigentlich ein Mensch bin, der immer nach vorne schaut, blicke ich am 31. Dezember gern zurück. Mit verschiedenen kleinen Hilfsmitteln versuche ich mir einen Überblick zu verschaffen: Was habe ich in diesem Jahr erlebt, durchlebt – oder vielleicht sogar (kennen)gelernt?
Zum Beispiel schreiben mein Mann und ich jeden Sonntag auf einen bunten Post-it-Zettel, was wir in dieser Woche Schönes erlebt haben. Manchmal müssen wir ganz schön überlegen, um uns überhaupt zu erinnern. Und dabei ist es erst eine Woche her!
Der Zettel wandert dann in ein Glas, und am Ende des Jahres lesen wir alle Zettelchen gemeinsam durch. Gravierende Erlebnisse, wie der Tod meiner Oma, kommen natürlich auch hinein. Aber ansonsten versuchen wir, uns auf das Positive zu konzentrieren. Nicht immer leicht. 🙂
Und trotzdem: Dieses Jahr gab es – trotz drei Sterbefällen in der Familie – unglaublich viel Schönes.
Da wäre zum Beispiel unsere Hochzeitsreise nach Namibia! Wir sahen Flusspferde, Giraffen, ein einsames Nashorn … und zwei männliche Löwen, die sich übrigens sehr lieb hatten. Sehr lieb.
Sie zeigten uns das ganz offen mit einem Paarungsakt – was ich persönlich für unsere homosexuelle Hochzeitsreise extrem passend fand.
Ich war dieses Jahr außerdem sehr oft in Belgien und durfte dadurch meine beiden Nichten viel besser kennenlernen. Zwei energiegeladene, extrem redebedürftige Mädchen – oder wie meine Schwester liebevoll sagt: „Warum haben MEINE Kinder so viel von DEINEN Genen?!“
Dann war da noch die wunderbare Reise mit der MS Amadea über Island nach Grönland und Kanada. Eine absolute Traumreise, die mir wieder einmal gezeigt hat, wie dankbar ich bin, mit meiner Kunst so tolle Engagements zu bekommen.
Da der Altersdurchschnitt an Bord bei etwa 72 Jahren lag, verkaufte sich auch mein neues Buch „Erfolgreich in der Alterskriminalität“ wie warme Semmeln.
Die Reederei hat mir allerdings empfohlen, das Buch beim nächsten Einsatz erst am Ende der Reise anzubieten – denn die Gäste hatten durch die vielen Seetage offenbar genug Zeit, einige Tipps schon während der Fahrt auszuprobieren …
Natürlich gab es auch dieses Jahr einige Premièren, und ich bin extrem dankbar, dass die Säle mit wenigen Ausnahmen immer gut gefüllt waren. Danke, ihr Lieben! Ihr seid die Besten!
Am meisten freue ich mich aber darüber, dass ich mir – trotz Hochs und Tiefs, Ruhe- und Stressphasen – immer wieder erlaubt habe, dem kleinen Tom das Wort zu geben.
Er durfte spielen, ausprobieren und neue Dinge kreieren. Und das macht den großen Tom (also mich 😄) sehr glücklich.
All das ist nur möglich, weil meine Familie, meine Freunde und vor allem mein Mann mir immer den Rücken freihalten und zu 100 % an mich glauben. Dafür ein fettes DANKE!!!
Fazit: Ich bin unglaublich dankbar für 2025.
Und ich freue mich jetzt schon riesig auf 2026 – denn der kleine Tom hat schon einiges vorbereitet. 😉
Liebe für Alle
Tom