Es gibt da eine Eigenschaft von mir, die ungefähr gleich oft für Lächeln sorgt wie für Stirnrunzeln: meine ziemlich enge Freundschaft mit meinem inneren Kind.
Ich kann mich ernsthaft über einen besonders schönen Stein am Wegesrand freuen. So richtig freuen. Mit hoher Stimme, „Ooh“-Gesicht und etwas zu weit geöffneten Augen. Ich bin verspielt, fantasievoll und manchmal ein bisschen drüber – im besten Sinne. Mein Kopf ist ein kleines Abenteuerland, in dem es selten langweilig wird.
Mein Mann schaut mich dann manchmal liebevoll an, als wäre ich ein zu groß geratener Kindergartenjunge. Ich sehe in seinen Augen, wie er denkt: „Hach, ist der süß, wenn er sich freut.“
Doch manchmal sehe ich auch, wie seine Augen sich so weit nach hinten verdrehen, dass man meinen könnte, er wolle Kontakt mit einer Raumstation aufnehmen. 🙂
Natürlich weiß ich, dass mein kindlicher Überschwang nicht immer auf Verständnis stößt. Aber ich will das gar nicht wegtrainieren. Diese Seite bringt mir so viel Freude – und noch schöner: Sie bringt auch anderen Freude. Oft reicht ein kleines bisschen Leichtigkeit, um meinem Umfeld einen grauen Tag farbiger zu machen.
In einer Welt voller Kriege, Klimakatastrophen und anderer Herausforderungen brauche ich meinen kleinen Rückzugsort. Ich will weiterhin ab und zu beim Gehen hüpfen. Weil’s glücklich macht. Sofort.
Ich liebe mein inneres Kind – und ich will damit Menschen zum Lächeln bringen. Vor allem die, die gerade viel zu tragen haben. Und falls ihr euch fragt, wie so ein inneres Kind eigentlich aussieht: Schaut euch das Foto meiner 92-jährigen Oma an, wie sie quietschvergnügt auf einer Schaukel sitzt. Bringt euch das nicht zumindest ein bisschen zum Grinsen?