Tom eröffnet in Erfurt die neue Spielstätte “DASDIE STAGE”


Im Oktober wird mit dem “Dasdie Stage” nicht nur das vierte Erfurter Dasdie-Haus eröffnet, sondern dort gehören sie zum neugegründeten hauseigenen Kabarettensemble “Erfurter Puffbohne”. Das präsentiert sich zum ersten Mal am 11. Oktober mit der Premiere des neuen Stücks “Eierlegende Wollmilchsau”.

“Eine riesige Ehre für uns”, sagen Maria Richter und Tom Dewulf wie aus einem Munde. Mit ihrem Stück dürfen sie die neue Bühne eröffnen. Zu dritt werden sie auf der Bühne agieren. Und dabei etwas zeigen, was es so noch nie gab. Frisch und jung, voller Witz und Pep. “So, wie wir das machen, tut es kein anderer”, ist sich Tom sicher. “Wir präsentieren nicht das klassische, politische Kabarett”, weiß Maria. Da gibt es zum einen sehr witzige Texte und Spielszenen, zum anderen jede Menge Instrumente, die mitunter eher ungewöhnlich gespielt werden. “Irgendwie entpuppen wir uns gerade als drei Tausendfüßler, die alles mögliche gleichzeitig tun und können, singen, tanzen, sprechen, Klavier spielen.”, fügt die Neu-Kabarettistin hinzu. Einen Großteil der Musik schreiben sie selbst, die Texte machen sie auch allein. Obwohl Maria bereits manchmal Texte und Tom schon Bücher und Lieder geschrieben hat, betreten sie mit dem Kabarett ziemliches Neuland. Und das voller Power und Enthusiasmus, mit einer unglaublichen kreativen Energie und Begeisterung für die Sache. Manchmal, so verraten sie, greifen sie in ihrem Programm die ganz alltäglichen Begebenheiten auf und versehen sie mit herrlicher Komik. Dann wieder geht es doch ein klein wenig um Politik, ein paar Minuten später lassen sie das Publikum über ihre Gesangs- und Tanzeinlagen staunen. Kreativität, die sich viel über die Musik auslebt. “Eigentlich gibt es für diese Art der Kunst noch gar keinen Begriff”, überlegt Maria. Vielleicht wird er ja bald erfunden.

“Eine herrliche Herausforderung ist das alles”, finden sie beide. Wie verrückt lernen sie in diesen Tagen Klavier (Maria) und Akkordeon (Tom) zu spielen, probieren neue Instrumente aus, üben Tanzschritte und Texte, improvisieren. “Es ist gar nicht so einfach, Texte zu verfassen, die witzig sind, sich manchmal reimen müssen und zur Musik passen. Und dann muss das Deutsch ja noch stimmen”, gibt der Belgier zu. Kollegin Maria leistet da gern Schützenhilfe. “Manchmal ist es wie ein Überraschungsei, was wir da so machen”, lacht sie. Was drin zum Vorschein kommt, sieht man erst, wenn man sich mit viel Mühe vorgearbeitet hat. Und das funktioniert vorzüglich. Die Neu-Puffbohnen haben sich gesucht und gefunden und ziehen gemeinsam an ihrem vergnüglichen Kabarettstrang. Ein Wort gibt das andere, gemeinsam entwickeln sie so Stück für Stück ihr Programm.

Gedacht ist es für die, die sich amüsieren wollen. Für alle, vor allem aber auch für junge Leute. “Kommt einfach rein”, sagt Tom und fügt hinzu: “Hier müsst ihr keine Probleme wälzen oder intensiv nachdenken. Ihr könnt einfach genießen, euch überraschen lassen und staunen!”

Ab dem 11. Oktober darf man genau das tun.

(Aus “Kultur Live”)